(photo: ©DieFussballfreunde.de)
Einmal live beim DFB-Pokalfinale im Olympiastadion in Berlin dabei zu sein – davon haben wir (Knut, Kai und Vanessa) schon sehr lange geträumt, doch selbst nie Karten bekommen.
Dieses Jahr war das Karma anscheinend auf unserer Seite. Ich habe selbst Karten zugewiesen bekommen, so dass ich mit meinem Dad und Bruderherz ein richtig tolles Fußballwochenende in Berlin verbringen konnte. Hier findet Ihr unsere Eindrücke.
Ganz ehrlich? Das ist schon hart für einen Bayernfan. Aber mutig, wie wir sind, haben wir uns trotzdem in Bayernkluft eine Currywurst gegönnt und uns sogar sehr nett mit dem ein oder anderen Dortmund Fan unterhalten – sofern wir nicht über Fußball geredet haben, versteht sich.
Die Fahrt zum Stadion erwähne ich an dieser Stelle nicht, denn die war wirklich ein Alptraum. So etwas Chaotisches und Krasses hatten wie noch nie erlebt. Leider, leider musste auch mehrfach die Polizei eingreifen und betrunkene Fans abführen. Das waren keine schöne Szenen. Und der Gestank in der Berliner U-Bahn hatte uns kreislauftechnisch dann den Rest gegeben. Berliner Flair – nostalgisch, authentisch, mit einer besonderen Duftnote.
WOW. Ich weiß gar nicht, wie ich es in Worte fassen soll, aber wir hatten einen Gänsehaut-Moment nach dem anderen. Mein Dad hatte meinem Bruder und mir zuvor schon erzählt, dass er in den späten 70ern mit unserer Mom im Berliner Olympiastadion war, wo die Rasenfläche noch Bolzplatz-Charakter hatte: beim Spiel Hertha BSC gegen FC Bayern. Damals hatte er den Bomber der Nation und Franz Beckenbauer live in Aktion erleben dürfen. Für ihn ein unvergesslicher Moment, weil meine Mom damals ihre erste Bierdusche bekommen hatte und seitdem kein Fußballstadion mehr betreten hat. – Jetzt durfte er noch einmal ins Olympiastadion, mit seinen Kindern. Einfach ein rührender Moment für uns alle – vor allem beim Spielen der Nationalhymne.
Wir alle hatten nahezu schon in der Verlängerung gebetet, dass es NICHT zum Elfmeterschießen kommt. Die Blamage aus der letzten Saison gegen Borussia Dortmund steckte uns allen noch in den Knochen. Die Rutschpartie ging wirklich in die Vereinsgeschichte ein. Ich stand glaube ich kurz vor einem Herzinfarkt… Wirklich viele Aufnahmen habe ich logischerweise währenddessen nicht gemacht – dafür aber den Siegestreffer festgehalten. Was für eine Zitterpartie!!
Von da an wurde nur noch gefeiert: sämtliche Hymnen rauf und runter, Umarmungen unter den Fans und Party bis in die frühen Morgenstunden. Wahrscheinlich empfindet es jeder anders, der bei so einem Turnier mal live dabei war. Aber für meinen Dad, Bruder und mich war es ganz klar eins unserer größeren Highlights, weshalb wir auch alle etwas vom goldenen Lametta aufgehoben haben. 🙂
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